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10 September 2009

EMO 2009: Siemens zeigt gemeinsame Lösung aus PLM- und Produktionssystemen für den Werkzeugmaschinenbau

KÖLN, 10. September 2009 - Siemens wird auf der EMO 2009 in Mailand eine einzigartige Kombination aus Product Lifecycle Management (PLM)-Software und Systemen beziehungsweise Ausrüstung für die Produktion zeigen. Die gemeinsame Lösung präsentieren Siemens PLM Software, ein Geschäftsgebiet von Siemens Industrie Automation und weltweit tätiger Anbieter von Software und Services für das Product Lifecycle Management (PLM), und Siemens Drive Technologies, weltweit tätiger Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Produktions- und Werkzeugmaschinen.

Die Messe EMO wird alle zwei Jahre für Hersteller von Werkzeugmaschinen, Systemen, Robotern und Automationsprodukten veranstaltet. Sie findet vom 5. bis 10. Oktober in Mailand statt.

Das Softwareportfolio, das Siemens PLM Software auf der diesjährigen EMO zeigt, konzentriert sich auf die werkstückorientierte Prozesskette zwischen der anfänglichen Produktidee und dem fertigen Stück. Die Software deckt alle Anforderungen anspruchsvoller PLM-Aufgaben einer ganzen Reihe von Industriezweigen ab. Das beginnt bei der Produktentwicklung mittels CAD/CAM-Systemen und der Erstellung von Programmen für Teile durch Optimierung des Post-Prozessors und der CNC-Parameter und reicht bis zu On- und Offline-Simulationen, um den Produktionsprozess am PC zu kontrollieren und zu verbessern.

„Siemens PLM Software und Siemens Drive Technologies machen es der Branche vor, wie sich die virtuelle und die physische Welt zusammenbringen lassen, um Kunden wettbewerbsfähige Markteinführungszeiten und deutliche Vorteile bei der Produktivität zu bieten“, kommentiert Dr. Helmuth Ludwig, President, Siemens PLM Software. „Hersteller aller Industriezweige brauchen jetzt mehr denn je Werkzeuge, um ihre Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität zu steigern. Die Lösungen von Siemens, die die virtuelle und die physische Welt verbinden, liefern Instrumente für die fehlerfreie Herstellung von der ersten Serie an, für die bessere Auslastung von Maschinen und Ausrüstung und für steigende Produktqualität.“

„Aus der Perspektive eines Anwenders aus dem Werkzeugmaschinenbau betrachtet, kann er die Charakteristik, Eigenschaften und Nuancen des Bearbeitungsverfahrens in einer virtuellen Umgebung exakt nachbilden, bevor er das fertige Teil physisch produziert. Damit entfällt der iterative Ansatz in der Produktionsstätte“, erklärt Florian Güldner, Analyst Automation, ARC Advisory Group. „Virtuelle Emulation definiert den künftigen Wettbewerbsvorteil für Hersteller, indem sie ein Mittel bereitstellt, das die Overall Equipment Effectiveness (OEE), die Ausnutzung und Produktivität hochwertiger Ausrüstung maximiert und damit finanzielle Ressourcen schont.“

Virtual Machine
Siemens PLM Software wird außerdem sein Virtual Machine-Portfolio zeigen, eine vollständige Eins-zu-eins-Nachbildung einer Werkzeugmaschine auf einem PC mit kompletten, virtuellen Funktionen des SinumerikÒ Controllers und Simulation von Werkzeugmaschinen. Diese neue Technologie maximiert die Produktivität von Werkzeugmaschinen, da die physischen Maschinen nicht mehr für Aufgaben abseits der Produktion gebraucht werden. Die Virtual Machine bietet die nächste Generation der Validierung von NC-Programmierung direkt am Produktionsort sowie Setup-Vorbereitung und Überprüfung getrennt von der Maschine. Das verringert die Fehlerzahl sowie die Dauer des Setup, wenn verschiedene Bau- und Einsatzweisen von Werkzeugmaschinen getestet werden.

Bei komplexen Bearbeitungsvorgängen kann es einen bis eineinhalb Tage dauern, eine Werkzeugmaschine für ein neues Werkstück vorzubereiten. Das wirkt sich negativ auf die Gesamtproduktivität der Maschine aus. INDEX Group, ein weltweit führender Hersteller von CNC-Drehmaschinen, wollte die Effizienz bei Setup, Programmierung und Validierung von multifunktionalen Produktionszentren verbessern. INDEX führte die Virtual Machine-Technologie von Siemens PLM Software ein. So sollten Kollisionen vermieden und die Dauer des Setup um bis zu 90 Prozent reduziert werden. Und das ohne zusätzlichen Trainingsbedarf.

„Die grundlegende Idee bei der virtuellen Maschine war es, eine Eins-zu-eins-Kopie der Werkzeugmaschine auf einem PC zu installieren und dem Maschinenführer als Werkzeug zur Verfügung zu stellen“, erläutert Eberhard Beck, Head of Electronic Control Systems bei INDEX. „Der Einsatz virtueller Maschinen ist nur der Anfang. In Zusammenarbeit mit Siemens werden wir die Prozesskette von der Entwicklung bis zur Produktion weiter optimieren. Dadurch werden wir künftig noch ökonomischer produzieren.“

Eine Anwendergeschichte der innovativen Installation bei INDEX ist als Video unter http://www.siemens.com/plm/emo zu sehen.

Weitere Informationen zur INDEX Group gibt es unter http://www.index-werke.de

Virtuell und real in Verbindung bei der Teilefertigung
Zusätzlich zur Virtual Machine wird Siemens PLM Software Beispiele weit reichender Entwicklungsprozessketten zeigen, vom Produktdesign bis hin zur Werkzeugmaschine. Dabei wird die virtuelle Welt von Entwicklung und Planung mit der echten Welt der Produktionshalle verbunden. Außerdem sind Produktionslösungen zu sehen, die in einer Reihe von Industriebranchen wie etwa Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, medizinischer Gerätebau und der Automobilindustrie zum Einsatz kommen.

Ein Paradebeispiel für die Verbindung von Virtuellem und Realem ist die optimierte Anbindung von CAM an CNC mit verbessertem Post-Processing. Die NXÔ CAM Software erhöht den Output und steuert am Sinumerik Controller von Siemens Funktionen für höhere Qualität beim Oberflächenfinish, bessere Kontrolle der Werkzeugachsen und schnellere Bearbeitung an.

Um die Prozesskette bis zur Werkshalle sichtbar zu machen, wird ein Thema rund um das Spritzgussverfahren Demonstrationen des NX Werkzeugdesigns für das Spritzgießen enthalten. Außerdem werden die Hochgeschwindigkeitsfertigung mittels NX CAM für NC-Programmierung gezeigt sowie die Produktionssimulation und fortgeschrittenes Post-Processing für den Siemens Sinumerik Controller. Das zweite Thema richtet den Fokus auf ein komplexes Teil, das beispielhaft für die Luft- und Raumfahrt oder die Herstellung im Bereich Energieerzeugung steht. Der Prozess umfasst dabei Softwarefunktionen von NX CAD für die Teileentwicklung und NX CAM für die Programmierung in fünf Achsen. Probeteile werden am Messestand auf der EMO mit einem fünfachsigen Hochgeschwindigkeits-Schneidewerkzeug hergestellt, das mit einem Sinumerik 840D sl Controller ausgestattet ist.

Weitere Informationen zur Messepräsenz von Siemens auf der EMO sind unter http://www.siemens.com/plm/emo abrufbar.

Über Siemens PLM Software

Siemens PLM Software, eine Business Unit der Siemens-Division Industry Automation, ist ein führender, weltweit tätiger Anbieter von Product Lifecycle Management (PLM)-Software und zugehörigen Dienstleistungen mit nahezu 6 Millionen lizenzierten Anwendern und 56.000 Kunden in aller Welt. Siemens PLM Software mit Sitz in Plano, Texas, arbeitet eng mit Unternehmen zusammen, um offene Lösungen zu entwickeln, mit denen diese mehr Ideen in erfolgreiche Produkte umsetzen können. Weitere Informationen über die Produkte und Leistungen von Siemens PLM Software unter www.siemens.com/plm.

Über die Siemens-Division Drive Technologies

Die Siemens-Division Drive Technologies (Nürnberg) ist weltweit führend bei Produkten und Dienstleistungen für Produktions- und Werkzeugmaschinen. Drive Technologies bietet durchgängige Technologien über den kompletten Antriebsstrang mit elektrischen und mechanischen Komponenten. Dies umfasst Standardprodukte sowie branchenspezifische Steuerungs- und Antriebslösungen für Blechumformung, Druck, Elektronikfertigung, Glas, Holz, Kunststoff, Keramik, Textil und Verpackung sowie Krananlagen. Zu den Dienstleistungen gehören Mechatronik-Support sowie Online-Dienste für web-basiertes Störungsmanagement und präventive Wartung. Mit weltweit rund 39 900 Mitarbeitern erzielte Siemens Drive Technologies im Geschäftjahr 2008 einen Umsatz von 8,9 Milliarden Euro.

Über Siemens Industry Automation

Die Siemens Industry Automation Division (Nürnberg) ist einer der führenden Anbieter in den Bereichen Automatisierungssysteme, Niedrigspannungs-Schaltanlagen und Softwarelösungen für die Industrie. Das Portfolio reicht von Standardprodukten für die Fertigungs- und Prozessindustrie bis zu branchenspezifischen Lösungen und Systemen für die Automatisierung ganzer Produktionsanlagen in der Automobilbranche und der chemischen Industrie. Als einer der führenden Software Anbieter optimiert Industry Automation die gesamte Wertschöpfungskette der Fertigungsunternehmen – von Produktdesign und Entwicklung bis zu Produktion, Vertrieb und Service. Mit etwa 42.900 Mitarbeitern weltweit erzielte Siemens Industry Automation im Finanzjahr 2008 einen Gesamtumsatz von 8,7 Milliarden Euro.

Note: Siemens and the Siemens logo are registered trademarks of Siemens AG. Solid Edge and Velocity Series are trademarks or registered trademarks of Siemens Product Lifecycle Management Software Inc. or its subsidiaries in the United States and in other countries. All other trademarks, registered trademarks or service marks belong to their respective holders.

Primärer Ansprechpartner

Marcus Lessnig
Telefon: +49 221 20802-625
marcus.lessnig@siemens.com