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München und Boston, 01 October 2018

Siemens schließt Übernahme von Mendix ab und erweitert branchenführende digitale Innovationsplattform

  • Siemens will Investitionen und Wachstum im organischen Geschäft von Mendix und vertikalen Märkten verstärken, um Markteinführung zu beschleunigen
  • Mendix wird sein offenes, erweiterbares Portfolio einschließlich der branchenführenden RAD-Plattform und Partnerschaften weiterführen
  • Siemens will auf Basis der gemeinsamen Ökosysteme und Partnerschaften von Siemens und Mendix SaaS-Lösungen und Erweiterungen schaffen
  • Zusammenlegung der Siemens` Digital Industry Software, MindSphere und Mendix erweitert branchenführende digitale Innovationsplattform

Siemens hat die Übernahme von Mendix heute abgeschlossen. Das Closing erfolgte nur acht Wochen nach Bekanntgabe der Transaktion im Rahmen seines Strategieprogramms Vision 2020+.

Immer mehr Unternehmen investieren in die Digitalisierung ihres Geschäfts, und die Nachfrage nach entsprechenden Geschäftsanwendungen steigt schneller, als IT-Unternehmen liefern können. Diese Lücke zwischen dem geschäftlichen Bedarf an intelligenten Anwendungen und fehlender Entwicklungskapazität hat zu einer nie dagewesenen Nachfrage nach hoch produktiven Low-Code-Plattformen geführt. Mit der Übernahme von Mendix eröffnet sich Siemens diesen schnell wachsenden Markt für Low-Code-Anwendungen und wird in Mendix investieren, um die marktführende Position des Unternehmens bei den bestehenden Mendix- und Siemens-Kunden weiter auszubauen.

„Siemens wird auch in Zukunft in unsere unabhängige Marktpräsenz, unsere Produkt-Roadmap und unsere Marke investieren und unser traditionellen Stärke als die innovativste Low-Code-Cloud-Plattform weiterführen“, so Derek Roos, Mitbegründer und CEO von Mendix. „Die Mendix-Plattform wird branchen- und ökosystemunabhängig bleiben. Wir werden unsere erste Industrie-Partnerschaft mit SAP und IBM aufsetzen und wir werden differenzierte Softwareangebote einschließlich neuer IoT-Dienste auf den Markt bringen, indem wir das tiefgreifende Branchen-Know-how von Siemens mit der Mendix-Plattform kombinieren.“

Darüber hinaus entsteht durch die Kombination der umfassenden Digital Enterprise Software Suite von Siemens, der Low-Code-Anwendungsentwicklung von Mendix und dem IoT-Betriebssystem MindSphere eine Innovationsplattform, an der kein Unternehmen, egal ob groß oder klein, vorbeikommt, wenn es um die digitale Transformation seines Geschäfts geht. Die Kunden können Produkt- und Fertigungsinformationen universell zugänglich und für ihr Unternehmen nutzbar machen, und zwar über eine Reihe integrierter, offener, branchenführender Technologien für die Erstellung, Verwaltung, Organisation und Einsicht von Produkt- und Fertigungsdaten.

Die Kunden haben Zugang zum größten offenen Ökosystem von IoT-, Cloud- und Digital-Enterprise-Software-Experten und damit auch zur umfassendsten Basis an Anwendungen, Entwickler-Communities, Professional-Service-Know-how und weltweit führenden Beziehungen im Bereich Forschung und Lehre.

„Bei allen unseren Kunden sind Produkte und Services stärker vernetzt als je zuvor. Milliarden intelligenter Geräte und Maschinen produzieren enorme Datenmengen und schlagen eine Brücke zwischen der realen und der virtuellen Welt. Diese riesigen Datenmengen wertschöpfend zu nutzen, ist entscheidend für den Erfolg unserer Kunden“, meint Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG. „Siemens hat sich verpflichtet, in unsere digitale Innovationsplattform zu investieren, die unseren Kunden hilft, ihre Produkt- und Fertigungsinnovationen schneller zu entwickeln, zu erstellen und zu optimieren. Wir haben die wichtigsten Domänen des Innovationsprozesses zusammengeführt, verbinden sie über eine kollaborative Plattform, bauen eine digitale Feedbackschleife auf, die das IoT nutzt, und stellen dieses System in der Cloud bereit.“

Mendix gehört zum Software-Geschäft der Digital Factory von Siemens. Die Mendix-Plattform wird auch in den anderen Siemens-Geschäften als die Standard-Low-Code-Plattform übernommen, um neue Softwarelösungen an den Markt zu bringen.