Case Study

Bau der digitalen Werft

Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering

Daewoo Shipbuilding erreicht bedeutende Steigerung der Produktivität in der Konstruktion mit Spitzentechnologie von Siemens PLM Software

Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit mit PLM

Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering (Daewoo Shipbuilding), eines der weltweit größten Schiffbauunternehmen, nutzt PLM-Lösungen (Product Lifecycle Management) von Siemens PLM Software, um seine Position auf dem hart umkämpften globalen Schiffsmarkt zu verbessern. Die neue Technologie, in die das Unternehmen investiert, soll die Fähigkeit, rasch auf Kundenanforderungen zu reagieren, verbessern und so dazu beitragen, Marktanteile zu sichern.

Daewoo Shipbuilding lässt Produkte auf der weltweit größten Werft montieren, die eine Fläche von vier Millionen Quadratmetern einnimmt. Hier baut das Unternehmen Öltanker, Container- und Passagierschiffe, Marineschiffe wie U-Boote und Zerstörer sowie Schiffsanlagen, darunter feste Offshore-Öl- und Gasplattformen. Große Ölproduzenten werden zu Stammkunden des Unternehmens aufgrund der hervorragenden Technologien und termingerechten Lieferung, die Daewoo Shipbuilding bietet.

Zur Umsetzung der Unternehmensziele soll ein über drei Jahre laufender Vorvertrag mit Siemens PLM Software beitragen, den Daewoo Shipbuilding vor kurzem unterzeichnete. Siemens PLM Software wird damit beauftragt, das Unternehmen bei der Entwicklung eines digitalen Produktionssystems zu unterstützen. Durch Schaffung eines innovativen Systems zur Produktionsunterstützung auf der Grundlage der Technologien von Siemens PLM Software und der Erfahrungen des Unternehmens soll eine „digitale Werft“ entstehen.

„Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering hat durch die Kooperation mit einem anderen weltweit tätigen Unternehmen, nämlich Siemens PLM Software, echte ‚Konvergenz‘ erreicht“, meint Seo Heung Won, Leiter des IT-Teams bei Daewoo Shipbuilding. „Wir vertrauen auf die hervorragende Technologie von Siemens, die das Unternehmen auf der Basis umfangreicher Erfahrung und Fachkenntnisse im Schiffbau und Schiffsmaschinenbau entwickelte.“

Digitale Deckpläne

Daewoo Shipbuilding entwickelte ein intelligentes, für eine mobile Umgebung optimiertes System, einen intelligenten 3D-Deckplan und ein System für die digitale Konstruktion (DCS) für das Produktionsinformationsmanagement. Darüber hinaus stellt das Unternehmen seinen Ingenieuren eine zentrale und einfach zugängliche Datenquelle bereit. Erreicht wurde dies durch die Schaffung einer effizienten digitalen Infrastruktur dank Einführung der NX™-Software für Computer-Aided Design (CAD) und Tecnomatix® -Software für ein umfassendes Portfolio digitaler Fertigungslösungen. Tecnomatix greift auf die offene PLM-Plattform (Product Lifecycle Management) des Teamcenter®-Portfolios zu.

Außerdem wählte das Unternehmen das JT™-Datenformat für die Leichtbaumodellierung, die beim Arbeiten mit den äußerst komplexen CAD-Modellen verwendet wird, die für die virtuelle Konstruktion großer Schiffe erforderlich sind. Beim Einsatz von JT können Ingenieure die 3D-Modelldaten mit fast jedem CAD-System mühelos ändern, einschließlich AVEVA Marine.

Daewoo Shipbuilding versetzt Manager und Nicht-Ingenieure in die Lage, Produktdaten zu visualisieren und gemeinsam daran zu arbeiten. Hierzu dient ein mit dem PLM Vis-Toolkit entwickelter Viewer. Daewoo benötigte einen unternehmens- und prozessspezifischen Viewer mit einer gut erfassbaren und intuitiven Benutzerführung, den Mitarbeiter auch ohne Schulung produktiv anwenden können. Dank PLM Vis, dem Softwareentwicklungs-Toolkit auf der Grundlage von Teamcenter Visualization von Siemens PLM Software, war das Team der Schiffbauer bei Daewoo Shipbuilding in der Lage, in kurzer Zeit einen Viewer zu implementieren, der die Planung und Entwicklung von elektronischen Dokumenten vereinfacht. Der überarbeitete Konstruktions-/Produktionsprozess ist ein wesentliches Element bei der Umsetzung von Innovationen. Er versetzt Ingenieure in die Lage, (für die Produktion benötigte) Modelle in kurzer Zeit zu validieren sowie Deckplandaten und Materialien durch Verknüpfungen zwischen 3D-Modellen mit dem Deckplan, Stücklisten (BOM) und Informationen aus verschiedenen anderen Dokumenten zu bestätigen.

Die Schaffung einer durch und durch digitalen Konstruktionsumgebung führte bei Daewoo Shipbuilding zu einem beträchtlichen Wandel. Einerseits verhalf sie dem Unternehmen zur Steigerung der Effizienz, und andererseits trug sie dazu bei, das Ansehen der Firma auf dem Markt zu erhöhen. Zu den Erfolgen gehört die Einführung des DMU-Konzepts (digitale Mockups) im Unternehmen. Hierdurch wurde erreicht, dass weniger kostspielige, zeitaufwändige physikalische Modelle gebaut werden müssen. Die Produktion eines physikalischen Modells für ein U-Boot kann bis zu sechs Monate dauern und kostet zwischen sechs und acht Milliarden Won.

Steigerung der Produktivität mit Siemens PLM Software

„Die Synergien, die sich aus dem kombinierten Einsatz von NX, Teamcenter, Tecnomatix und PLM Components ergeben, trugen zur erheblichen Steigerung der Produktivität bei“, meint Won. „Als erstklassiges Schiffbauunternehmen erfahren wir auf diese Weise Veränderungen, die uns in die Lage versetzen, unsere Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Schiffbau/Schiffsmaschinenbau weiter voran zu treiben. Beim Einsatz von NX für die Konstruktion und Tecnomatix für die Fertigung mit der offenen PLM-Plattform Teamcenter ergeben sich wirklich bemerkenswerte Synergien.“

Dank Einsatz digitaler Mockups eines Schiffsdecks können die Ingenieure von Daewoo Shipbuilding die Anordnung von Räumen und Ausrüstung visualisieren und mögliche Überschneidungen bereits in der Frühphase der Planung erkennen und beseitigen. Dadurch sind die Ingenieure wesentlich besser in der Lage, die für die Überprüfung auf Überschneidungen benötigte Zeit zu verringern.

Die Verwendung eines Standardplans mit allen Bedingungen der Produktionsbeschränkung hilft Ingenieuren, Probleme in Verbindung mit Positionen oder dem Transport von Komponenten auf der Baustelle bereits vier Jahre vor dem eigentlichen Produktionsstart zu beheben. Folglich kann das Unternehmen konkretere und zuverlässigere Produktionspläne erstellen.

„Seit das System zur Überprüfung auf Überschneidungen zu den Standardverfahren gehört, entwickelt Daewoo Engineering Verfahren zum Ausgleich von Shop Loads und legt die Grundlage für eine wahrhaft digitale Umgebung für die Werftproduktion“, meint Won. „Dank Einsatz der Technologie von Siemens PLM Software konnten wir Produktionsprobleme bereits vor dem Auftreten beheben und die Betriebseffizienz maximieren.“

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