Pressemeldung

Plano, TX, June 22, 2018

Siemens übernimmt Austemper Design Systems, erwirbt bahnbrechende Funktionssicherheitstechnologie für integrierte Schaltkreise (IC)

  • Die Übernahme stärkt die Fachkompetenz von Mentor im Bereich der IC-Design- und Verifikationstechnologie für die Automobilbranche – erweitert das Siemens Digitalisierungsportfolio für ISO 26262 funktionale Sicherheit
  • Austemper‘s innovative Technologie ermöglicht Fehlersimulationen in sehr viel kürzerer Zeit als andere Lösungen, die aktuell am Markt verfügbar sind
  • Die Übernahme ist ein wichtiger Meilenstein der Strategie von Siemens, sein Engagement im Bereich der Digitalisierung weiter zu verstärken und in den IC-Markt zu investieren, um seinen Kunden eine sichere Grundlage für zukunftsweisende Innovationen zu bieten

Siemens hat soeben eine Übernahmevereinbarung mit Austemper Design Systems Inc. unterzeichnet. Das Software-Startup aus Austin im US-Bundesstaat Texas ist ein Technologieunternehmen in den Bereichen Analyse, Autokorrektur und Simulation. Mit dieser Technologie können Kunden die funktionale Sicherheit von IC-Designs testen und erhärten – eine wesentliche Voraussetzung für zahlreiche Anwendungen in der Automobilbranche, Luft- und Raumfahrttechnik, und weiteren industriellen Anwendungen, wo Funktionssicherheit und höchste Zuverlässigkeit unerlässlich sind, um die strengen Auflagen von Sicherheitsstandards wie etwa ISO 26262 zu erfüllen.  

Die Funktionssicherheit integrierter Schaltkreise, die in diesen Anwendungsbereichen eingesetzt werden, muss auf drei unterschiedliche Weisen verifiziert werden: Erkennung systemischer Fehler, bösartiger Fehler sowie zufällig auftretender Hardware-Fehler. Die Questa™ Software von Mentor ist eine führende Technologie zur Verifikation systemischer Fehler und bietet zudem Verifikationslösungen für bösartiger Fehler an, welche die IC-Sicherheit beeinträchtigen. Die Softwaretechnologie von Austemper ergänzt die Verifikationsplattform von Mentor durch fortschrittliche Technologien für Sicherheitsanalysen, Autokorrekturen sowie Fehlersimulation zur Erkennung zufällig auftretender Hardware-Fehler. Sie ergänzt somit nahtlos die marktführende Produkt-Suite Tessent™ für hochmoderne Funktionssicherheitstechnik sowie die Veloce™ Plattform von Mentor, um Kunden in Zukunft das umfassendste Portfolio zu bieten, das in diesem Bereich jemals am Markt verfügbar war.

Designteams führender Halbleiter- und IP-Unternehmen nutzen die innovative Technologie von Austemper zur Analyse der RTL-Code-Versionen (Register Transfer Level) ihrer Designs, um Fehler bzw. Schwachstellen sicher zu ermitteln. Diese Technologie ist in der Lage, verwundbare Stellen automatisch zu korrigieren und sicher zu machen. Die anschließende Fehlersimulation stellt sicher, dass das Design den erforderlichen Reifegrad erreicht hat und nicht mehr fehleranfällig ist. Ein wichtiger Pluspunkt: Die Technologie von Austemper führt Simulationen in extrem kurzer Zeit durch im Vergleich zu anderen Lösungen, die aktuell am Markt verfügbar sind.

Ganz im Sinne seiner Digitalisierungsstrategie wird Siemens die Technologie von Austemper in das IC-Verifikationsportfolio von Mentor integrieren – und die internationalen Vertriebskanäle von Siemens nutzen, um diese weltweit führende funktionale Sicherheitslösung allen Kunden zur Verfügung zu stellen, die digitale Zwillinge sicherheitskritischer Systeme entwickeln, wie beispielsweise autonome Fahrzeuge, Smart Cities und Industrieausrüstung für Factory 4.0.

„Durch diese Übernahme können wir unsere Kunden noch kompetenter dabei unterstützen, innovative Produkte für autonomes Fahren, intelligente Fabriken und Smart Cities in kürzester Zeit auf den Markt zu bringen“, betonte Tony Hemmelgarn, President und CEO von Siemens PLM Software. „In all diesen Märkten sind unsere Kunden gezwungen, Innovationen schneller zur Marktreife zu bringen, wobei jedoch bei diesen Systemen höchste Sicherheitsstandards eingehalten werden müssen. Mit der Technologie von Austemper als wertvolle Ergänzung des IC-Portfolios von Mentor – in Kombination mit unserem Teamcenter-Portfolio und der Polarion ALM-Software – bieten wir unseren Kunden alles, was sie brauchen, um digitale Zwillinge ihrer Systeme so zu entwickeln und zu testen, dass strikte Anforderungen an deren funktionale Sicherheit bereits erfüllt werden, bevor die Systeme produziert und eingesetzt werden.“

Die genauen Bedingungen der Transaktion wurden der Öffentlichkeit nicht bekannt gegeben. Siemens geht davon aus, den Deal im Juli 2018 abzuschließen

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Siemens PLM Software ist eine Business Unit der Siemens Digital Factory Division. Der führende, weltweit tätige Anbieter von Softwarelösungen für den digitalen Wandel in der Industrie bietet Herstellern neue Möglichkeiten, um Innovationen umzusetzen. Siemens PLM Software mit Hauptsitz in Plano, Texas, und mehr als 140.000 Kunden in aller Welt arbeitet eng mit Unternehmen jeder Größe zusammen, um die Art und Weise zu verändern, wie Ideen realisiert, Produkte und Anlagen entwickelt und sinnvoll eingesetzt werden. Weitere Informationen zu den Produkten und Dienstleistungen von Siemens PLM Software finden Sie auf www.siemens.com/plm.

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit 170 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist weltweit aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist einer der führenden Anbieter effizienter Stromerzeugungs- und Stromübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen mit seiner börsennotierten Tochtergesellschaft Siemens Healthineers AG ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2017, das am 30. September 2017 endete, erzielte Siemens einen Umsatz von 83,0 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 6,2 Milliarden Euro. Ende September 2017 hatte das Unternehmen weltweit rund 377.000 Beschäftigte. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.

Hinweis:  Siemens, das Siemens-Logo und Simatic IT sind Marken der Siemens AG. Questa, Tessant und Veloce sind Marken oder eingetragene Marken von Mentor Graphics Corporation. Teamcenter ist eine Marke oder eingetragene Marke von Siemens Product Lifecycle Management Software Inc. oder deren Tochtergesellschaften in den USA bzw. in sonstigen Ländern. Polarion ALM st eine Marke oder eingetragene Marke von Polarion Software AG. Alle anderen Marken, eingetragenen Marken oder Dienstleistungsmarken sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.

Ansprechpartner

Suzanne Graham
+1 503 685 7789
Suzanne.Graham@siemens.com

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