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Marquardt Service GmbH
Marquardt Service GmbH

Automobilzulieferer Marquardt entscheidet sich für NX

Rietheim-Weilheim, Germany

Siemens Digital Industries Software bietet die notwendige Flexibilität, um die für Marquardt besten Produkte und Applikationen zu implementieren

Automobilzulieferer Marquardt entscheidet sich für NX

Rietheim-Weilheim, Germany

Siemens Digital Industries Software bietet die notwendige Flexibilität, um die für Marquardt besten Produkte und Applikationen zu implementieren

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quotation marks Wir untersuchten damals, welches CAD-System in diesem Sektor das geeignetste für unsere Prozesskette ist und erreichten mit NX die besten Ergebnisse. Friedrich Bruns, Manager IT CAD Marquardt Service GmbH
Herausforderungen
  • Eine weltweit einheitliche Entwicklungsplattform schaffen
  • Tatsächliche Kosten eines Umstiegs ermitteln
  • Flexibilität zukünftig erhalten
Schlüssel zum Erfolg
  • Die gründliche Analyse der kurz- und langfristigen Folgen einer Entscheidung für ein CAD-System
Ergebnisse
  • NX als globaler Standard gesetzt
  • Die notwendige Flexibilität geliefert, um die besten Produkte und Applikationen einzusetzen
  • Die Expertise von Siemens entlang der gesamten digitalen Prozesskette genutzt
  • Keine Notwendigkeit für eine neue Server-Infrastruktur mit jeder Version

Marquardt Service GmbH

Marquardt ist ein seit über 90 Jahren erfolgreiches, internationales und unabhängiges Familienunternehmen. Es zählt zu den führenden Herstellern von elektromechanischen und elektronischen Schaltern und Schaltsystemen. Die Produkte kommen bei allen namhaften Herstellern der Automobilindustrie zum Einsatz. Darüber hinaus finden sich die Systeme in Haushaltsgeräten und anderen industriellen Anwendungen wieder. Im Bereich der Elektrowerkzeugschalter ist Marquardt Weltmarktführer.

https://www.marquardt.com/

quotation marks Mit der Entscheidung für NX behalten wir die für uns notwendige Flexibilität. Mit Siemens haben wir einen breit aufgestellten Anbieter entlang der digitalen Prozesskette, der Zukunftssicherheit bietet und uns die Freiheit für die jeweils beste Lösung aus unserer Sicht lässt. Friedrich Bruns, Manager IT CAD Marquardt Service GmbH
quotation marks Wir untersuchten damals, welches CAD-System in diesem Sektor das geeignetste für unsere Prozesskette ist und erreichten mit NX die besten Ergebnisse. Friedrich Bruns, Manager IT CAD Marquardt Service GmbH

Den Schalter umgelegt

Dem CAD-System in einem Unternehmen kommt immer mehr Bedeutung zu. Ähnlich dem ERP im kaufmännischen Bereich ist es heute die Quelle aller Informationen entlang der digitalen Prozesskette der Produktentstehung. Deshalb lohnt es sich, die Systeme auf den Prüfstand zu stellen, insbesondere, wenn ein Versionswechsel bevorsteht. Eine Umstellung ist eine klare strategische Entscheidung, die über die Belange der Konstruktionsabteilung hinausgeht. Selbst wenn der Verbleib beim Altsystem auf den ersten Blick günstiger erscheint, kann eine Gesamtbetrachtung zu ganz anderen Ergebnissen führen, wie eine umfassende Analyse bei Marquardt gezeigt hat.

Die Marquardt Gruppe steht für interaktive Mechatronik vom Feinsten. Nahezu jeder Auto- oder LKW-Fahrer hatte schon einmal direkten Kontakt mit Marquardt Produkten. Aber auch im Haushalt, der Werkstatt oder der Industrie findet man die innovativen Schalter, Sensoren und Steuerungseinheiten. Die typisch schwäbischen Tugenden trugen dazu bei, aus einem Rietheimer Kleinbetrieb in über 90 Jahren einen internationalen Weltmarktführer entstehen zu lassen, der mehr als 11.000 Menschen rund um den Globus beschäftigt.

Bis heute ist die Firma Marquardt ein unabhängiges Familienunternehmen, das auf höchstem Qualitätsniveau produziert. Als solches richten sich Entscheidungen nicht an kurzfristigen Quartalsgewinnen aus. Die Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten schätzen die Verlässlichkeit, mit der umsichtige Entschlüsse getroffen werden, die auf langfristigen Erhalt und Zukunftssicherheit beruhen.

CAD-Systeme auf dem Prüfstand

Friedrich Bruns ist verantwortlich für die CAD-Systeme bei Marquardt. Mit der Zusammenlegung der Entwicklungsbereiche Automotive und Non-Automotive entstand 2015 die Überlegung, zukünftig nur noch ein CAD-System einzusetzen. Bisher wurde im Automotive-Bereich durchgängig CATIA® V5 von Dassault Systèmes® eingesetzt, was ungefähr ein Dreiviertel aller CAD-Plätze betraf. Die Non-Automotive-Sparte arbeitete bereits seit 1998 mit NX von Siemens. Friedrich Bruns erläutert den Entscheidungsprozess: „Wir untersuchten damals, welches CAD-System in diesem Sektor das geeignetste für unsere Prozesskette ist und erreichten mit NX die besten Ergebnisse. Bei der jetzigen Zusammenlegung stand der Wunsch im Raum, unsere Prozessegesamt zu hinterfragen, um die Synergien der verschiedenen Standorte besser nutzen zu können. Ziel war es, weltweit ein CAD-System einzusetzen, das die zukünftigen Entwicklungsressourcen sicherstellt. Darüber hinaus arbeiten wir im Automotive-Bereich mit drei großen Herstellern zusammen, die NX-Dateien von uns fordern, weshalb wir diese aus CATIA V5 heraus konvertieren und als NX-Daten bereitstellen.“

Fünf Kriterien

Die Anforderung für Friedrich Bruns bestand nun darin, herauszufinden, welche Umstiegsvariante für Marquardt günstiger ist. Als Ingenieur näherte er sich der Aufgabe auf analytische Weise, indem er fünf Aspekte untersuchte und mit Zahlen unterlegte. Dabei handelte es  sich um die Verteilung der Nutzer, den Schulungsaufwand, die Kosten für Lizenzen, Tools und Prozesse, die Kundenanforderungen sowie den Investitionsschutz. Die Gegenüberstellung der Anwender mit und ohne NX-Kenntnisse brachte folgende Ergebnisse: 18 % der Anwender verfügen über umfassende NX-Erfahrung. Weitere 23 % aus dem Automotive-Bereich nutzen NX bereits teilweise. Dies ergibt zwar schon eine Menge an Mitarbeitern mit NX-Kenntnissen, dennoch müsste die Mehrheit der Anwender intensiver auf NX geschult werden. Hierbei wurde sowohl der interne Aufwand durch Arbeitszeitaus-fall, als auch der externe Aufwand durch Trainerkosten berücksichtigt, was zunächst eine höhere Investition in das Know-how der Konstrukteure bedeutet.

Klare Sache?

Doch wie gestalten sich die Aufwendungen in Bezug auf die benötigten Lizenzen? Dazu stellte Friedrich Bruns eine Betrachtung des jeweiligen Lizenzmodells an: „Für CATIA V5 besitzen wir ein Floating-Modell für einzelne Länder. NX bedient sich ebenfalls eines Floating-Lizenz-Modells, wobei sich dieses an Zeitzonen orientiert, was einen globalen Lizenzvertrag vereinfacht. Der Migrationsaufwand bei einer Entscheidung für NX ist erst einmal höher durch den schlichten Mehrbedarf an Lizenzen zum Austausch des Altsystems. Zusatzfunktionen wie Kinematik, Blechabwicklung, Rapid Prototyping und FEM lassen sich nahtlos mit NX Advanced Simulation, NX Sheet Metal, NX Rapid Prototyping und NX Design Simulation umsetzen. Für den Austausch ECAD/MCAD bietet NX PCB.xchange auf Grundlage des IDF-Standards. Das bei Marquardt verwendete Neutralformat STEP ist in der NX-Basislizenz bereits enthalten, was andersherum nicht der Fall ist. Betrachtet man schließlich die drei Positionen Schulung, Basislizenzkosten und Aufwand für Tools und Prozesse, ohne die zukünftige Entwicklung, ist die Investition in NX ad hoc fast fünfmal so hoch.“ Markante Größenordnungen, die so manchen zu vorschnellen Schlüssen verleiten würden. Doch Friedrich Bruns führte seine Analyse unbeirrt fort.

Was verlangen die Kunden?

Als nächstes betrachtete er die Situation aus dem Blickwinkel der Kunden. Um aktuelle Zahlen zu erhalten, berücksichtigte er die verwendeten Dokumente in Bezug auf das vom Kunden gewünschte CAD-System seit Anfang 2016: „Eine Auswertung des PLM-Systems ergab, dass wir fast 50 Prozent der Dokumente bewegt haben, die ganz klar dem Non-Automotive oder NX Automotive-Kunden zugeordnet werden konnten. Nur ein Viertel der Daten konnten klar CATIA-Kunden zugeordnet werden. Ein weiteres Viertel entfiel auf hausinterne Verwendung. Ferner zeigte sich, dass viele Dokumente im Automotive-Bereich in der Einzelteilkonstruktion final in NX-Dateien umgewandelt wurden, weil der Kunde dies forderte“, erläutert Friedrich Bruns die Untersuchung. „Wären jedoch die NX-Doku- mente von Anfang an kundenspezifisch entwickelt worden, wäre der NX-Wert sogar noch um ca. 10 bis 15 Prozent höher.“

Was bringt die Zukunft?

Schließlich zog Friedrich Bruns die zukünftige Entwicklung der CAD-Systeme in seine Überlegungen mit ein. „Aktuell steht die Ablösung von CATIA V5 durch den Nachfolger 3DEXPERIENCE an. Hierbei sind die CAD-Funktionen untrennbar mit dem PLM des Herstellers verbunden. Wenn wir diesen Schwenk vollziehen, kommen auf Marquardt erhebliche Folgeinvestitionen zu. Die Software-Architektur sieht für jedes Release eine eigenständige Datenbankinstanz vor. Als unabhängige Einheiten sind die Daten nicht von mehreren Versionen nutzbar. Jedes Release verlangt somit nach einer eigenen Server-Infrastruktur. In der Vergangenheit haben wir bereits kostenintensive Erfahrungen gemacht mit solchen Releasewechseln. Mit NX haben wir solche Probleme nicht.“

Mittel- und langfristige Risiken

Die Verquickung von CAD und PLM, die Neuanschaffung von Lizenzen bei jedem Releasewechsel und das aufoktroyieren eines CAD/PLM-Monolithen gestaltete sich zum KO-Kriterium. Friedrich Bruns zeigt auf, warum: „Wir möchten gerne selbst entscheiden, welches Produkt an welcher Stelle für uns geeignet ist. Siemens Digital Industries Software lässt uns mit NX diese Wahl. Bei Dassault entwickelt sich PLM plötzlich zur Risikokomponente, da unser Oracle Agile PLM ebenfalls migriert werden müsste, mit vielen Fragezeichen, was die Datenqualität anbelangt. Wir wissen nicht, ob unsere Prozesse dort auch abgebildet werden können. Niemand kann uns sagen, welche Ausmaße ein entsprechendes Projekt erreichen würde. Hinzu kommt, dass für unsere Kunden die Bedeutung der Lieferung von nativen CAD-Daten abnimmt. Das neutrale JT-Format setzt sich zunehmend als Austauschformat durch. In NX existiert bereits eine sehr gute Integration der JT-Daten, während in CATIA V5 und 3DEXPERIENCE noch keine Integration vorhanden ist. Diese müsste über Zusatztools von Drittanbietern realisiert werden. Aufgrund dieser Unsicherheiten bei einer Dassault-Strategie ist es aus Marquardt-Perspektive bereits kurzfristig sinnvoll, die Entwicklung auf NX umzustellen.“

Klare Entscheidung für mehr Flexibilität

Nach der Präsentation der Analyse fasste die Geschäftsführung bei Marquardt entsprechende Beschlüsse. NX wurde als zukünftiges CAD-System für die weltweite Forschung und Entwicklung angekündigt. CATIA läuft bei Marquardt aus. Gleichzeitig wird das JT-Format als Standard-Austauschformat etabliert. Die Umstellung betrifft bei Marquardt über 200 Lizenzen.

„Mit der Entscheidung für NX behalten wir die für uns notwendige Flexibilität. Ich war selbst überrascht von dem Ergebnis unserer Analyse, aber die Fakten ließen keine andere Schlussfolgerung zu. Das Engagement von Siemens in Form von Beratung und Präsenz vor Ort war vorbildlich und stimmt mich sehr zuversichtlich für die weitere Zusammenarbeit. Die Einführung des JT-Formats als interner Standard ist bereits die Basis für ein Viewing-Projekt innerhalb unseres PLM-Systems. Mit Siemens haben wir einen breit aufgestellten Anbieter entlang der digitalen Prozesskette, der Zukunftssicherheit bietet und uns die Freiheit für die jeweils beste Lösung aus unserer Sicht lässt“ resümiert Bruns.

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quotation marks Mit der Entscheidung für NX behalten wir die für uns notwendige Flexibilität. Mit Siemens haben wir einen breit aufgestellten Anbieter entlang der digitalen Prozesskette, der Zukunftssicherheit bietet und uns die Freiheit für die jeweils beste Lösung aus unserer Sicht lässt. Friedrich Bruns, Manager IT CAD Marquardt Service GmbH
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