Die Aufgabe eines OEM besteht darin, so gut wie möglich mit seinen Partnern strategisch zusammenzuarbeiten und sich gleichzeitig auf Produktmontage, Marketing und Langzeitstrategien zu konzentrieren. Auf der anderen Seite müssen Partner und Lieferanten interne Prozesse optimieren und neue Wege finden, die vor- und nachgelagerten Prozesse effektiver zu handhaben. Der Trend zu strategischen Kooperationen bei der Entwicklung und Fertigung innerhalb der -Luft- und Raumfahrt- und Wehrtechnikbranche hat die Bedeutung einer effektiven und sicheren Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette beachtlich vergrößert.
Auch der Zubehör- und Wartungsservice gewinnt bei Unternehmen der Luft- und Raumfahrt und Wehrtechnik an Bedeutung. Im Unterschied zu den meisten produzierenden Unternehmen steigt in der Luft- und Raumfahrt und Wehrtechnik die zu verwaltende Datenmenge besonders dann, wenn die Produkte bereits ausgeliefert werden. Unternehmen in diesem Sektor müssen komplexe Produkte instandhalten und überarbeiten, die Lebenszyklen von mehr als 30 bis 50 Jahren haben.
Die schiere Größe und Komplexität von Luft- und Raumfahrt- und Wehrtechnikprodukten kann nicht überbetont werden. Ein einziges fortschrittliches Militärflugzeug kann aus mehr als einer Million Teilen bestehen, ganz zu schweigen von den zahlreichen eingebauten mechatronischen Systemen (disparate, multi-disziplinäre Subsysteme), von denen jedes komplizierter sein dürfte als die meisten komplexen Automobile. Die digitale Integration von Entwicklung, Fertigung und Instandhaltung von Produkten dieser Größenordnung verlangt fortschrittliche und stabile unternehmensweite Lösungen, die Terabytes an Informationen inner- und außerhalb des Unternehmens verarbeiten können.
Um ökonomischen sowie politischen Nutzen zu generieren, benötigen globale Unternehmen der Luft- und Raumfahrt und Wehrtechnik globale Strategien, die ihre Partner und deren Märkte berücksichtigen. Die Wertschöpfungskette für größere zivile Luftfahrtprogramme muss den asiatisch-pazifischen Raum, den Nahen Osten, Russland, Afrika und Südamerika einbinden. Lokale Materialbeschaffung für die Fertigung ist mittlerweile Grundvoraussetzung. Zusätzlich werden Service-Center überall auf der Welt errichtet, um erstklassigen Support-Service anzubieten, überall und jederzeit.
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